| Die Große Tiefebene Alföld, erstreckt sich zwischen Donau und östlicher Landesgrenze. Die Tiefebene ist eine |
| der ältesten Kulturlandschaften Europas. Schon vor 6000 Jahren hatten sich hier Bauern von der Balkanhalbinsel |
| angesiedelt. Erst der Mongolensturm im 13.Jahrhundert und die 150jährige Türkenherrschaft verursachten die Ver- |
| steppung der Böden. Die Bevölkerung suchte Schutz in den großen Marktflecken, die durch Handwerk und Vieh- |
| zucht zu blühenden Städten heranwuchsen. Heute wechseln in der Tiefebene schier endlose Getreidefelder mit |
| Obst-, Wein- und Gemüseanbau. |
| Echte Puszta, fast baumloses Öd- und Weideland, überlebte nur in den Naturschutzgebieten Hortobágy und Bugac. |
| Länger als anderswo ist der Weg, den die Sonne hier zurücklegt. Unendlich ist der Horizont, er ist wie ein runder |
| Tisch über den sich die hellblaue Glasglocke des Himmels, von keinem Wölkchen getrübt, wölbt. Im Sommer wird |
| die endlose weite Steppe hitzeflimmerndes Pferde- und Reiterland, über dem die >déli-bab<, die ungarische Fata-Mor- |
| gana, in der Luft zerflossene Erscheinungen inszeniert, weiße Häuser, grasende Rinder, ein Ziebrunnen, hinter dem |
| sich die dunstrote Sonne dem Untergang nähert. |
| Hortobágy und Bugac Puszta sind Nationalparks. Besuchern wird das Hirtenleben vergangener Zeiten vor Augen ge- |
| führt. Kutschwagen verkehren und im Gestüt zeigt man wildromantische Reiterspiele. In Stallungen und Pferchen |
| werden typische Pusztatiere gehalten: Halbblutpferde, Graurinder, Wollschweine und Zackelschafe mit ihren riesi- |
| gen Hörnern. Ranghöchster Hirte war der Csikós, der Pferdehirt, ihm folgt der Gulyás, der Rinderhirt, von dem die |
| >Suppe des Rinderhirten< - das berühmte Gulyas (Gulasch) - seinen Namen ableitet. Im Rahmen von Führungen |
| können Teile der Puszta sowie einige Sümpfe und Fischteiche besichtigt werden. Über 200 Vogelarten gehören zur |
| heimischen Vogelwelt; größter Steppenvogel ist die Trappe. |
| Zu den bekanntesten Städten in der Tiefebene gehören Kecskemét und Szeged. Kecskemét, eine besonders lie- |
| benswerte Stadt, liegt Im Obstgarten Ungarns mit Attraktionen vom Jugendstil bis zum Aprikosenschnaps. |
| Im wunderbaren Rathausbau, mischen sich gotisch-venezianische und maurische Stilelemente mit volkskunstmoti- |
| ven aus Keramik. Gotteshäuser von fünf Konfessionen können besichtigt werden. Besonders der Bunte Palast, ein |
| originelles Wohnhaus im national-ungarischen Jugendstil, mit farbenprächtigen Majolika-Ornamenten erinnern an |
| Stickereien der Tiefebene, die Buckelquader an riesige Butterlaibe und die lustig aufgereihten Kamine gar an Zinn- |
| soldaten. Der Stadt Szegd ihr Wahrzeichen ist der Dom, genannt Votivkirche. Mosaiken der Kirche erinnern an den |
| Markusdom von Venedig. Die Domorgel zählt mit 10000 Pfeifen zu den größten Europas. Das schönste Haus am |
| Platz ist das Jugendstil - Palais Reök, an seiner herrlichen Fassade >blühen< Wasserlilien. Eines möchte ich noch |
| erwähnen, Paprika gedeiht vor allem im Umland von Szegd und Kaloska, er ist für das Land ein wichtiger Exportarti- |
| kel. |
| Mit dieser WEB-Seite geht mein Reisebericht über Ungarn zu Ende. Ich hoffe, er hat Ihnen das Land ein wenig nä- |
| her gebracht. Eine Reise ist Ungarn allemal wert! |
| Steppenpferde |
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